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2017:

 

 

 

Markt Garmisch-Partenkirchen / Werdenfelser Land, 01. - 03. Oktober

 

Jedes Jahr scheint es das Gleiche zu sein:

sehnsuchtsvolle Blicke auf Kalender, Wetterbericht und Thermometer bis es endlich wieder wärmer wird und man das Motorrad aus dem Winterschlaf erwecken kann. Doch gefühlt einen Wimpernschlag später fegen uns Herbststürme hinweg. Und so ist unsere Bustour auch irgendwie die fein klingende Sterbeglocke einer endenden Saison.

In diesem Jahr führte unser Ausflug uns ins Bayrische Werdenfelser Land. Zur Abfahrt am Sonntag kamen viele schon vor Sieben, um beim Beladen des Busses zu helfen.

Unser "Wunschbusfahrer" Fathi Salem, "Kleiner Stuttgarter", hatte zu unseren mitgebrachten Kuchen und Laugenstückchen bereits eine riesige Kanne Kaffee vorbereitet. Und so stand einer beschwingten Fahrt ins verlängerte Wochenende nichts im Wege. Fathi chauffierte  uns wie gewohnt  souverän an allen Tagen zu jedem unserer Ziele! Danke dafür!

Für unseren ersten Tag organisierte ich eine Führung durch Schloss Linderhof und ließ Raum für einen Spaziergang im wunderschönen Park. Leider war die Führung exakt auf 25 Minuten getaktet und zum Fragen stellen war nicht genug Raum, weil "die nächste Gruppe schon hinter der Türe wartete". Schade, denn ich hätte gerne noch mehr in Erfahrung gebracht. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das Schloss in "Ständerbauweise" gänzlich aus Holz gebaut und erst 1873 nach mehrjähriger Bauphase mit Steinfassaden im Stil des Rokoko verkleidet wurde?  Nach und nach wurde das Schloss auch innen  ausgestattet und verkleidet und König Ludwig ließ das "Schlösschen" dann auch noch um 200m versetzen, damit er mehr Raum für Erweiterungen und die Anlage eines "alles umfassenden" Park hatte. Denn Ludwig liebte die Abgeschiedenheit . Menschenansammlungen waren ihm verhasst. Die Erweiterung des Parks schirmte ihn nach allen Seiten ab.

Der Himmel über Linderhof berieselte uns mit lauem Regen und so machte der Park keine allzu große Freude.

Wenige Minuten Fahrt brachten uns nach Ettal. Hier hatte ich eine entspannte Mittagspause eingeplant. Leider waren das stressige Gehabe des Personals und der "Keller", in den  man uns "verfrachtete", nicht der prickelnde Hit.

Die im Anschluss gebuchte Führung durch die Basilika und die Destillerie des Benediktinerklosters entschädigte uns jedoch für die Abfertigung im "Ludwig der Bayer". Übrigens haben Ludwig der Bayer und Ludwig II. nichts gemein, außer dass Beide aus dem Hause Wittelsbach stammen. Ludwig der Bayer lebte von ca. 1282 bis 1347 war König und wurde später zum Kaiser des deutsch-römischen Reiches gekrönt. "Unser" Ludwig II., streifte 1845 bis 1886 über Gottes Erdboden. Wir ließen uns aber nicht von der Melancholie Ludwigs oder dem harten Leben der Benediktiner beirren, sondern labten Geist UND Körper bei einer erquickenden Führung und Verkostung in der Brennerei. Man kann den Mönchen ja viel nachsagen, aber Lebensart hatten sie trotz allen Entbehrungen. Die verkosteten geistigen Getränke brachten uns dem Himmel ein Stückchen näher. Denn wir schwebten förmlich zum Bus.

Nun ging es ins Quartier - Hotel Forsthaus / Oberau (http://www.forsthaus-oberau.de). Wie Ameisen krabbelten wir um den Bus herum, ins Gepäckfach und hinauf zur Rezeption. Frau Bakal und Maria, die uns als Empfangsdame begrüßte, hatten sich hervorragend auf unsere Gruppe vorbereitet. Respekt! Denn wir waren inklusiv Busfahrer 29! Alle Sonderwünsche wurden berücksichtigt und so gab es auch keinerlei Beanstandungen. Zumindest habe ich nur Positives gehört. Am Abend konnten wir uns bei leckerem Schweinsbraten mit Knödel und Kraut stärken und bayrisches Bier genießen.

Der Montag führte uns über den Großen Ahornboden zur Engalm (http://www.engalm.at) auf ca. 1200 Meter. Ich hatte als Wetterhexe um Gnade und gutes Wetter gebeten, denn die Engalm mit ihrer schroffen Bergkulisse ist einer der schönsten Orte, die ich jemals besucht habe. Und das wollte ich natürlich meinen Mitstreitern ebenfalls zu Gute kommen lassen. Jeder der dabei war, wird jetzt seufzen und die Augen schließen ...

Herbstlich gefärbte Bäume, nahezu unberührte Landschaft auf der Anfahrt durch das raue Rißtal bis zum Großen Ahornboden. Und dann läuft die Festplatte vollends mit Eindrücken voll:

knorrige, uralte Ahornbäume stehen trutzig mit schütterem Laubkleid in der prallen Herbstsonne. Es funkelt golden und gegen den wolkenlosen, stahlblauen Himmel wird Herbstbraun zu Bernstein. Die Gipfel des Karwendels schnitten scharfe Zacken in den Himmel und schauten auf uns Zwerge herunter. Die Bikkarspitze ist mit 2749m von imposanter Höhe!

Karwendelgebirge

Das ganze Karwendelgebiet umfasst übrigens 125 Gipfel. Und wir haben davon nur einen winzigen Teil gesehen!

Nun fuhren wir nach Murnau am Staffelsee. Aber gegen unser Eindrücke am Fuße des Karwendelgebirges konnte Murnau nicht an. Der Himmel schob sich mit Wolken zu und es fing an, ein wenig zu regnen. Mit Sonne im Herzen kehrten wir ins Hotel zurück. Bei herzhafter Hausmannskost ließen wir den Abend ausklingen und schwelgten noch immer über unseren Ausflug zu den österreichischen Nachbarn.

Unser Abreisetag empfing uns im gemütlichen Frühstücksraum mit regnerischem Igittwetter auf der anderen Seite der Fenster. Das war nicht sooo schlimm, denn unser einziger Programmpunkt war Kloster Andechs. Und um hier eines der köstlichen Biere auf dem Klosterberg zu schnabulieren, braucht man keine 30°C und pralle Sonne.

Nach herzlichem Abschied durch die Hotelchefin, Frau Bakal, chauffierte uns Fahti gen Andechs. Hier schwärmten wir aus, enterten den Klosterladen, staunten in der Klosterkirche und trafen uns zur letzten gemeinsamen Mahlzeit des Wochenendausflugs im Klosterrestaurant. Hier klappte die Reservierung hervorragend und das Essen? Klasse! Dafür, dass hier irre viele Menschen tagaus, tagein verköstigt werden, war alles lecker, heiß und wurde von freundlichem Personal aufgetragen. Kleiner Tipp am Rande: erst nach einem guten Mittagessen mit den Bieren der Brauerei Andechs beginnen. Denn die haben zum Teil ordentlich Stammwürze und somit einen Haufen Umdrehungen ....

Die Rückreise von Andechs zum Clubheim verlief Dank unseres pfiffigen Chauffeurs angenehm und, vor allem ohne Stau. Fahti fuhr einfach am Stau um Ulm herum vorbei!

Am Clubheim packten wir unsere Sieben Sachen und machten uns auf den Heimweg. Danke an alle Aufräumer, Gepäckausräumer und Getränkekistenschlepper, Trinkgeldsammler und Abkassiererinnen. Und: ein herzliches Dankeschön für Eure großen, staunenden Blicke und das innere Strahlen, als wir an der Engalm ankamen.

 

Text: Uta Becker-Walter

Gruppe ohne FahtiGruppe ohne Fahti

 Gruppe ohne MichaGruppe ohne Micha

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kloster EttalKloster Ettal

Hotel ForsthausHotel Forsthaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weg zur EngalmWeg zur Engalm

 

oder mit der Kutscheoder mit der Kutsche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Kloster EttalKloster Ettal

 abfahrtbereitabfahrtbereit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Bierhelderhof 17.09.

 

Unsere vorletzte Tagestour führte uns bei traumhaftem Bikerwetter durchs wünderschöne Kraichgau bis fast nach Heidelberg. Dort pausierten wir an einem Hof, der durch seine Angus-Rinderzucht bekannt ist: der Bierhelderhof (www.bierhelderhof.de) Selbstverständlich gibt es dort auch leckere Rindergerichte. Ein bisschen makaber ist das schon, wenn man den lieben Viechern beim Grasen zuschaut und genau weiß, dass sie später auf dem Teller landen...

Die 245 km bis zum Glemseck haben wir mit viel Freude unter die Räder genommen, da einfach mal wieder alles passte. Nur den Abschluss am Glemseck wollte keiner mehr haben, da es rings herum pechschwarz wurde und nichts Gutes verhieß. Kaum zu Hause angekommen, öffnete der Himmel auch schon seine Schleusen, das nenn ich mal super timing!

 

Text: Tibor

Am BierhelderhofAm Bierhelderhof

Tankstopp in EppingenTankstopp in Eppingen

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Sportring Bikertreffen Würzburg 21. - 23.07.

 

Heute ist Montag und unser Sportringtreffen 2017 Geschichte. Schade ...wir hatten uns so darauf gefreut. Unsere Würzburger "Mainbiker" hatten sich mächtig was einfallen lassen: Tolles Quartier in einem "Best Western" mit Straßenbahnhaltstelle vor dem Haus und Schlafplätze für unsere Stahlrösser in der Hotel eigenen Garage. Abends gab es nach der offiziellen Begrüßung lecker fränkisches Essen und das eine oder andere kühle Blonde.

Unsere Gastgeber hatten sage und schreibe VIER Tagestouren für den Samstag vorbereitet. Für jeden Geschmack war was dabei: eine "Blümchenpflückertour" in den Spessart, eine "Rennmäusetour" für die Sportlichen zum Rennsteig nach Thüringen. Außerdem eine tolle Fahrt in die Rhön und eine herrliche Tour in die Fränkische Schweiz. Und wer jetzt bei sommerlichen Temperaturen keine Lust hatte, sich in die Mopedklamotten zu schwingen, bekam noch eine Würzburgtour per Pedes und natürlich mit den Öffis vor Ort angeboten. Von uns elf Motorradfreunden fand jeder seine Tour - und alle kamen mit einem fetten Grinsen im Gesicht zurück. Den Tourguides gehört ein dickes Dankeschön. Sie haben die Gruppen toll geführt, sich schöne Bikerstrecken ausgesucht und sind die Touren mehrfach vorgefahren, um zu gewährleisten, dass alles passt!!!!

Am Samstagabend waren wir Gäste auf dem Sportplatz des Dachverbandes "Sportfreunde WVV". Michael, der erste Vorstand der "Mainbiker" kredenzte zum Abendessen "Spanferkel vom Spieß", Salate und Brot. Ein toller Abend bei angenehmen Temperaturen und viel, viel Zeit für Benzingespräche. Von einer Band, die Oldies aus den 60ern, 70ern und 80ern spielte, gab's auch noch kräftig Mucke auf die Ohren. Damit keiner Angst um seinen Pappendeckel haben musste, wurde sogar ein Busshuttle zum Sportplatz und zurück eingerichtet!

Zum ersten Mal waren Mopedler aus Bielefeld mit von der Partie. Und hatten mächtig Spaß!!! Sie können sich noch ein paar Veranstaltungen anschauen, bis sie uns dann in Bielefeld begrüßen dürfen. Im nächsten Jahr laden die Wiesbadener zum Sportringtreffen der Sparte "Motorbiken" von 27. - 30.Juli ein.

Nach dem Treffen ist vor dem Treffen und so fiel der Abschied am Sonntagmorgen nicht ganz so schwer. Ein paar der Vorstände sehen sich ja auch im Oktober bei der Sportringjahreskonferenz in Bremen oder vielleicht auch mal wieder bei einer Tagestour ....

 

Text: Uta Becker-Walter        Bericht vom Sportring-Spartenleiter Motorbiken: hier klicken  

Start zur Fränkischen SchweizStart zur Fränkischen Schweiz

Die StadtbesichtigerDie Stadtbesichtiger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die GastgeberDie Gastgeber

Gäste aus Hannover & StuttgartGäste aus Hannover & Stuttgart

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weitere Gästeweitere Gäste

noch mehr Gästenoch mehr Gäste

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Seehaus Pforzheim 25.06.

 

Wie in jedem Jahr hatten wir auch in diesem eine kurze Sommertour im Repertoire. Da es mit manchen Motorrädern doch sehr anstrengend sein kann 200 oder mehr Kilometer zu fahren, beschränken wir uns bei der Sommertour auf max. 125km. Beliebte Ziele sind dann der Ebnisee, oder hübsche Biergärten in der näheren Umgebung, wie z.B. Pforzheim. Hier gibt es den Landgasthof Seehaus mit wunderschönem Biergarten. Mitten im kühlen Wald gelegen, kann man dort unter schattenspendenden Bäumen und Blick auf den kleinen See hervorragend relaxen und vom Alltagsstress abschalten. Die Hin- und Rückfahrt lässt sich dann auch beliebig kurvenreich variieren, um die langweiligen Hauptverkehrsadern zu meiden. So fuhren wir dann durch Ortschaften wie Eberdingen, Wimsheim, Würm, oder Bieselsberg. 8 Motorrad-freunde auf 7 Bikes hatten auf jeden Fall ihren Spaß an der Tour. Beim Abschlussgespräch am Motorradtreff „Glemseck“ waren wir uns einig, dass die anderen, die nicht dabei waren, etwas verpasst haben. Naja, vielleicht beim nächsten Mal!

Mehr Infos zum Biergarten: www.seehauspforzheim.de/

 

Angekommen!Angekommen!

MahlzeitMahlzeit

 

 

 

 

 

 

 

 

BiergartenatmosphäreBiergartenatmosphäre

wo sind blos die Fahrer??wo sind blos die Fahrer??

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Elsass/Vogesen-Tour 25. - 28.05.

 

Unsere Wochenendtour begann im Vorfeld schon mit Aufregung im Vorstand. Schuld war eine Mail eines Vorstandes. Nein, nicht die Nachricht eines anderen Motorradvereinsvorstandes, sondern von "unserer" kaufmännischen Vorstandin, Frau Haaks, höchst persönlich.

Frau Haaks hatte auf unserer Homepage von unserer Wochenendtour zu unseren französischen Nachbarn gelesen und uns kurzerhand auf eine Tasse Kaffee bei sich zuhause eingeladen. Unsere Route führte ja fast durch ihr Grundstück.

So sammelten wir unsere treuen Recken von der Mainova, Mischi und Udo, noch an einer Tanke bei Frau Haaks ums Eck auf und schlugen sodann mit 9 Motorrädern und 11 Personen in ihrem Hof auf.

Familie Haaks empfing uns super freundlich; der Kaffee war fertig und sogar ein ganz frisch gebackener Butterkuchen stand bereit.

Wer jetzt denkt, dass Frau Haaks uns nur mal begutachten wollte, täuscht sich gewaltig! Frau Haaks und ihr Mann hatten schon ihre Bikes gesattelt und begleiteten uns bis zum ersten Quartier am Abend.

Gemeinsam wiegten wir uns durch Wald und Reben zum Deutschen Weintor in Schweigen. Unser erster Programmpunkt, die Besichtigung mit Führung, der Festung Schoenenbourg war bei der aufsteigenden Hitze perfekt. Dreißig Meter unter der Erde konnten wir uns ansehen, was der Verteidigungsminister André Maginot (Quelle WIKIPEDIA: * 17. Februar1877 in Paris; † 7. Januar1932) ausgetüftelt hatte: eine Linie von Bunkern und anderen Befestigungsanlagen entlang der französischen Grenze zu Belgien, Luxemburg, Deutschland und Italien.

Unsere Führerin, Evelyne, ließ längst vergangene Geschichte wieder lebendig werden. Die fast zweieinhalb Stunden gingen vorbei wie im Flug.

Kleinklein fuhren wir fernab jeglicher menschlicher Ansiedlungen zu unserem Quartier in Baerenthal, Hotel Le Kirchberg - ein wahres Kleinod! Bevor wir nun den Staub und Schweiß des Tages abduschten, verließen Frau und Herr Haaks uns wieder.

Ein toller Tag mit einem netten Bikerehepaar aus dem deutsch-französischen Grenzland ging zu Ende. Schön, sie Beide  kennengelernt zu haben!

Im Le Ramstein Plage, dem Restaurant des Campingplatzes am Ort, kämpften wir uns durch die und mit der französischen Speisekarte. Allerdings entschädigte die tolle Lage an einem See und der abschließende Besuch im Pub "La Nessie" für Diskrepanzen in der Völkerverständigung.

 

Unsere Roadmaster Carsten und Tibor hatten für unseren zweiten Tag 200km aus dem Asphalt geschnitzt: via La Petite Pierre, Zabern, Ribeauville und durch herrlichste Landschaft, steuerten wir Colmar an. Was für ein Zivilisations- und Abgasschock!

Nach vielen Kilometern ohne Großstadtmief und Hektik, traf uns nun fast der Schlag. Zumal es brütend heiß und in Colmar nicht mit Abkühlung zu rechnen war.

Im Buffalo Grill labten wir uns an Gegrilltem und füllten unseren Flüssigkeitshaushalt wieder auf.

Am Morgen des dritten Tages kam Udo zu uns und sagte, dass er die Adresse unserer letzten Übernachtung eingegeben habe und sich wundere: das seien nur 55 Kilometer ab Colmar. Unsere Tour hätte aber 250km ...Ja, Udo - nur Landstraßen über Le Bonhomme, der Route des Crêtes (Vogesenkammstraße), den Grand Ballon nach Münstertal im Breisgau machen aus 55 eben Zweihundertfünfzig Kilometer. Und jeder Millimeter Gummiabrieb hatte sich gelohnt. Von einsamen Single Tracks bis zu mit Fahrzeugen aller Art überschwemmten Grand Ballon war alles dabei.  Am Grand Ballon ergriffen wir auch fix die Flucht - das war uns definitiv zu viel Gepötter. Und vor lauter Verrückter, die abstrus überholten, gab es keine Gruppe mehr. Sondern nur noch ein knatterndes, röhrendes Band von Motorrädern bis zum Horizont.

 

Den krönenden Abschluss bildete unser letztes Quartier: das Hotel Adler Stube in Münstertal. Ein kleines Schatzkistchen mit Originaleinrichtung (Bäder, Zimmer & Restaurant) aus den Achtzigern. Ausstaffiert mit allerlei Krimskrams aus allen Jahrzehenten UND: einem wundervollen Betreiberpärchen, den Berts. Beide schon jenseits der Siebzig, aber mit Herzblut, Engagement und einer Einstellung gegenüber den Menschen und Gästen, die man heutzutage oft schmerzlich vermisst.

Der Brüller: Frau Bert kocht selbst.

Nichts Außergewöhnliches? Ha, habt ihr eine Ahnung ...

Frau Bert kocht saisonal, regional und mit selbst angepflanzten und gesammelten Wildkräutern. Sie arbeitet nachhaltig und bereitet alle Nahrungsmittel schonend und respektvoll zu. Das Restaurant ist übrigens nur für Gäste geöffnet. Nur falls einer dachte, er könne dort mal etwas schnabulieren.

In der Vorbereitung auf unsere Tour hatte ich das Vergnügen, mit Frau Bert zu telefonieren. Sie machte sich schon im Voraus Gedanken darüber, wie sie uns Motorradfahrer die Kraft, die wir den Tag über verlören und am nächsten Tag wieder bräuchten, mit entsprechenden Kräutern und Speisen zurück geben können. Herrlich! Eine wahre "Weise Frau"!

Im lauschigen Biergarten erholten wir uns von der Bruthitze des Tages - bei Rothaus vom Fass und Frau Berts unglaublich leckerer Kost.

Ratzfatz war es Sonntag und unser Heimreise stand bevor. Wo war die Zeit geblieben? Blieb sie irgendwo in einer Kurve, einer Kehre oder an einem Weinstock hängen?

Unsere Truppe lichtete sich schon am Hotel, da ein paar von uns wetterbedingt einfach nur noch nach Hause wollten. Der Rest von uns schwitzte sich via Freiburg, Freudenstadt und Nagold wieder gen Stuttgart.

Herzlichsten Dank an unsere Roadmasters Carsten und Tibor, die tolle Strecken ausgearbeitet hatten und uns sicher Kilometer um Kilometer führten.

Für alle, die jetzt der Gashahn juckt und alle, die auch mal eine Wochenendtour mitfahren möchten: unsere Guides hatten dieses mal zwei Gruppen gemacht, sodass die oft doch recht unterschiedlichen fahrerischen Können in der jeweiligen Gruppe auch auf ihre Kosten kamen. Sprecht unsere Leithirsche einfach mal an.                

Noch was in "eigener Sache":

Als "VereinsWetterElfenMutter" hatte ich zeitig begonnen, Motorradfahrerwetter für unsere Wochenendtour zu bestellen. Die  Bestellkriterien sind denkbar einfach: wir fahren trocken. Geliefert wie bestellt - es war trocken; trocken und heiß. Sorry Leute - Temperatur kann ich halt nicht.

Aber Hand aufs Herz: Ihr wart alle zufrieden damit, am Abend ein Bierchen zum Abkühlen zu trinken, anstatt mit dem Fön die Stiefel zu trocknen.

 

Text: Uta Becker-Walter, Bilder: Tibor Walter

 

Treffpunkt 1: ClubheimTreffpunkt 1: Clubheim

Treffpunkt 2 mit OffenbachernTreffpunkt 2 mit Offenbachern

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaffeepause bei SSB VorstandinKaffeepause bei SSB Vorstandin

Weintor SchweigenWeintor Schweigen

 

 

 

 

 

 

 

 

Burgruine WangenbourgBurgruine Wangenbourg

Grand BallonGrand Ballon

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Saisonstart 01.05.

 

Kaum zu glauben: tags zuvor noch strahlend blauer Himmel und angenehme 20°C und am ersten Mai hing der Himmel voller grauer Wolken, die sich ununterbrochen nach unten ergossen und die Temperatur mit 5-7°C in Schach hielten. Was für ein gelungener Saisonstart! Demzufolge kamen morgens auch nur 4 Biker und eine Sozia aus ihren kuschelig warmen Höhlen zum Clubheim. Dem Wetter zum Trotz haben wir kurzrhand das Programm geändert und sind zum Kaffeetrinken nach Bad Urach gefahren. Da aber nach Kaffee und Suppe keine Wetterbesserung in Sicht war, sind wir schon früher als geplant zurück ins Clubheim "geschwommen". So hatten wir genügend Zeit die Grills und das ganze leckere Essen fürs "Angrillen" vorzubereiten. Nur kamen leider weit aus weniger Mitglieder als erhofft und wir durften Mal wieder die Hälfte einfrieren. Trotz allem haben sich die 15 Anwesenden einen schönen Nachmittag gemacht und die Zeit miteinander genossen.

Text: Tibor, Bilder: ein unbekannter Mitbürger / Anja

Marktplatz Bad UrachMarktplatz Bad Urach

gesellige Rundegesellige Runde

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Sicherheitstraining 29.04.

 

Bei blauem Himmel und prächtigem Sonnenschein haben wir uns morgens um kurz vor 9 Uhr bei der Verkehrswacht in Nürtingen eingefunden. Wir wurden mit heißem Kaffee und Butterbrezel begrüßt und haben erst mal die Formalitäten erledigt. Nach kurzer Erläuterung des Tagesablaufs ging unser Ausfahrttraining auch schon los. Unser Trainingsgebiet lag rund um Bad Urach. Serpentinen hoch und runter - immer wieder. Zuerst mit Trainer und nach kurzer Besprechung der jeweils örtlichen Besonderheiten durften wir mehrfach dieselben Strecken passieren, um unsere Kurventechnik und Blickführung zu optimieren. Zur Abwechslung haben wir zwischendurch noch ein paar Ziel- und Notbremsungen auf einem abgelegenen Feldweg absolviert. So haben wir den ganzen Tag verbracht und es wurde kein bisschen langweilig. Zur Stärkung sind wir mittags im Gasthof Lamm in Hengen eingekehrt. Reichlich und lecker Essen für wenig Geld - das muss man sich merken.

Und übermorgen fahren wir zum Maifest nach Pforzheim. Wer fährt mit??

Text: Tibor, Bild: Wirt vom Gasthof Lamm

 

Mittagspause im LammMittagspause im Lamm

 


 

Überregionaler Bikertreff in Werners Kneipe 09.04.

 

" ...Wochenend und Sonnenschein, ein Motobiker möcht ich sein, weiter brauch ich nichts zum Glücklichsein, Wochenend und Sonnenschein..." Frei nach dem berühmten Schlager der Comedian Harmonists folgten wir dem Ruf unserer Mannheimer Sportringbikerfreunde, den  "Motorradfreunden Rhein-Neckar Kreis". Treffpunkt war, wie schon öfter, "Werners Kneipe"  in Ravenstein-Oberwittstadt (http://www.werner-kneipe.de)

Für uns SSBler war Treffpunkt natürlich unser Clubheim. Mit sechs Maschinen und acht Personen machten wir uns auf den Weg grob gen Odenwald / Bad Mergentheim. Unser Roadmaster Tibor hatte eine tolle Kombination aus Autobahn und Landsträßchen vorbereitet. Und da die Wettergötter am Sonntag in mega Feierlaune waren, machten uns der stahlblaue Himmel, die frischen Frühlingsfarben und Planet Sonne fast blind.

Bei "Werners" trafen nach uns dann nach und nach Mannheimer, Pforzheimer und Würzburger ein und machten die Terrasse der Kneipe einer Burgbelagerung gleich. Geschätzt 30 Personen auf 20qm ...

Da das Füttern und Tränken von so vielen Menschen seine Zeit dauert und wir natürlich auch zum Quatschen kamen, waren die einen schon beim "Espresso danach" und den anderen knurrte noch der Bauch.

So machten wir Stuttgarter uns kurzerhand mit ein paar Würzburgern zum Oberhöllgrund auf, um dort noch ein Kaffeele zu schlürfen (www.landgasthaus-zurmuehle.de) Die "Holznermühle" liegt derartig verborgen und eingekuschelt in ein wunderschönes Tal, dass die Zeit stehen bleibt, wenn man aus dem Wald kommend, den ersten Blick auf die Mühle wirft. Hier lohnt übrigens nicht nur ein Stopp zu Kaffee & Kuchen - die Küche ist fantastisch! Hausmannskost - Saisonal, regional, bunt und kreativ.

Als wir unseren Kaffee schon geschlabbert hatten, trudelten noch weitere Mopedler ein, die den Rang nach "Werners" üppigen Gerichten noch hatten. Hier trennten sich unsere Wege nach einem schönen Motorradtag leider wieder. Wir Stuttgarter fuhren über Unterhöllgrund und Gaimühle noch einige Kilometer durchs Märchenland. Bevor wir in Neckarsulm auf die Autobahn gingen, folgten wir ein Stück gerahmt von Burgen und Schlössern, dem Lauf des Neckars.

Knapp 300 Kilometer schlängelten wir uns von breiter Bahn bis Kleinklein genussvoll durch den Sonntag.

Und schon bald sehen wir unsere Bikerkumpels wieder: beim Sportringtreffen im Juli  in Würzburg!

 

Text: Uta Becker-Walter, Fotos: Tibor Walter

Mittag in Werners KneipeMittag in Werners Kneipe

 ein Teil des Fuhrparksein Teil des Fuhrparks

 

 

 

 

 

 

 

 

an der Mühlean der Mühle

 


 

Kaltstart 26.03.

 

Als unsere Roadmaster Tibor und Carsten in die Tourenplanung für Ende März eintauchten, dachten sie noch an klirrende Kälte, Raureif auf den Wiesen und Minusgrade in den schattigen Wäldern. Carsten schlug eine kleine Runde "Bad Urach" mit Päusle am schönen mittelalterlichen Marktplatz vor. Er hatte schon eruiert, in oder vor welchem Café wir uns niederlassen, um den Planeten voll genießen zu können, oder gegebenenfalls zum Aufwärmen unterkommen können. Aufwärmen brauchte sich an diesem Sonntag keiner. Der Himmel stahlblau und ohne eine Wolke. Am Clubheim wurden wir schon von unzähligen Insekten umschwirrt und von Schmetterlingen mit ihrem schönen Tanz belohnt.

Mit Spannung warteten wir und staunten von Minute zu Minute mehr: insgesamt 12 Mopeds (14 Personen) tuckerten daher! Fluchs machten Tibor und Carsten zwei Gruppen. Es war so unbeschreiblich schön, das hervorbrechende Grün, die explodierenden Blüten in allen Farben zu sehen und die laue Luft um die Nase wehen zu lassen. Weit weg von Eisblumen und Frostbeulen. Selbst der trutzige Hohen Neuffen wirkte im Sonnenschein nahezu einladend.

Ab Urach fuhren wir die Sirchinger Steige hoch, um noch ein paar Schlängeleien zu genießen. Danach cruisten wir gemütlich über Sirchingen, Sonnenbühl und Bebenhausen gen Stuttgart. Einige von uns entschieden sich dazu, noch kurz am Glemseck vorbei zu fahren. Es war noch einiges los, aber der Ausschank im Biergarten war zu. Da entdeckten wir eine Kaffeequelle: das Restaurant.  Wir sind gespannt, wie die Saison 2017 am Glemseck läuft.

Unsere MOTORRADFREUNDE SSB Saison hat auf alle Fälle göttlichst begonnen!

 

Text: Uta Becker-Walter

Kaltstart in UrachKaltstart in Urach

Kaltstart mit SonneKaltstart mit Sonne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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